In der Reihe „Confessions of a Community College Dean” auf Inside Higher Education fand sich zuletzt ein Beitrag zum Ende des Konzepts leistungsorientierter Mittelzuweisungen an die Community Colleges im US-Bundesstaat Massachusetts. Es heißt: „Apparently, Massachusetts has dropped performance-based funding [PBF] for community colleges. I’m hopeful that this will be the start of a trend. Performance-based funding sounds good intuitively. If you don’t think about it very hard, it sounds like it would reward good performance and punish bad. But it’s a terrible fit for community colleges.” Die Aufgabe von Community Colleges sei es, auf lokaler, allenfalls regionaler Ebene die Versorgung mit berufsbezogener Ausbildung sicherzustellen. Warum sollte man also Community Colleges überregional vergleichen, wenn doch die Kundschaft dieser Hochschulen die Wahl ihres jeweili gen Studienplatzes weniger von überregionalen Vergleichskriterien als vielmehr von lokalen Angeboten abhängig machten.

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Auf der Webseite des Think Tanks Third Way sind jetzt die Ergebnisse einer von der University of Northern Colorado durchgeführten wissenschaftlichen Untersuchung zu Nutzen und Nebenwirkungen von PBF veröffentlicht worden, die im Hinblick auf die anstehende Reform des Higher Education Act von großem Interesse seien, denn: „Over the past decade, policymakers at different levels of government have experimented with ways to incentivize institutions of higher education to improve student outcomes. Yet as middling graduation rates and post-graduation outcomes still persist across our higher education system, what can we learn from what these laboratories of democracy have already tried?”
In einer Hochschullandschaft, die von der Bundesregierung 2016/17 mit $122 Mrd. in Form von Studienbeihilfen unterstützt worden sei, und die darüber hinaus von den Bundesstaaten und Kommunen weitere $97 Mrd. an Zuwendungen für ihren Bildungsauftrag erhalten habe, sei die Forderung nach größtmöglicher Effizienz der eingesetzten Mittel sicherlich berechtigt. Derzeit versuchten (je nach Definition von PBF) 35 Bundesstaaten, durch PBF die Ausbildungsleistungen ihrer Hochschulen zu verbessern, weitere elf Bundesstaaten seien auf dem Weg dorthin. Der Grund dafür seien vor allem die durchschnittlich miserablen Graduation Rates – gemessen an Studienabschluss nach 150% der Regelstudienzeit – an US-Hochschulen zu verbessern, die von der Statistik mit 59% bei Bachelor-Degrees und 29% bei Associate Degrees angegeben würden. Die wichtigste Frage sei also, ob PBF hier zu einer Verbesserung beitragen könne und die Antwort sei: „Overwhelmingly, the empirical research on performance funding suggests that in most current iterations at the state level, the policy fails to improve degree completions and graduation rates.”
PBF habe allerdings einige, vermutlich nicht intendierte Nebenwirkungen. So würden zum Beispiel leistungsbezogen finanzierte Hochschulen deutlich mehr Wert auf die Auswahl ihrer Studierenden legen und ihre Studienangebote durch Einführung von Zertifikaten so verändern, dass Studienleistungen auch unterhalb der traditionellen Schwellen von Bachelor- bzw. Associate Degree messbar würden. Ob die dann messbaren Zertifikate allerdings den Studierenden wirklich nutzten, stünde aber auf einem anderen Blatt. Es heißt (und es klingt ein wenig nach den Problemen mit gewinnorientierten Bildungsanbietern): „The worry is that performance funding incentivizes colleges to route more students into short-term certificate programs at the expense of associate degree programs – especially if the funding reward is the same for both. This is detrimental for students if they end up earning certificates in fields that do not ‘pay off’. It is especially concerning if students are unaware of the economic value (or lack thereof) of their program of study. Yet, in many instances, colleges can count each certificate as a completion, which earns performance funds despite the lack of real value provided to their students.”

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Campus Technology fasst die Ergebnisse der Untersuchung mit den Worten zusammen: „Performance-based funding may not be the way to go if states want to see universities and colleges graduate more students. However, this approach can increase the number of people who receive shorter-duration credentials, such as certificates, to the detriment of the number earning associate or bachelor’s degrees.”

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