Sei der Grundtenor des „Inside Higher Ed’s Survey of College and University Business Officers (CBOs)” im vergangenen Jahr noch pessimistisch gewesen, so ein Beitrag auf Inside Higher Education, so habe sich das Stimmungsbild mittlerweile etwas aufgehellt. Es heißt: „Last year [we] found four-year private college officials to be increasingly concerned about the viability of their institutions – and more worried than their peers at other institutions. A year later, CBOs at private four-years, perhaps surprisingly, appear somewhat more optimistic. But their peers at four-year public colleges – especially those that aren’t flagship or major research universities – feel the screws tightening.”
An den zahlreichen öffentlich finanzierten vierjährigen Hochschulen ohne nennenswerte Forschung und ohne herausragende Alleinstellungsmerkmale – im Beitrag „the vast middle” der öffentlich finanzierten Hochschullandschaft genannt – sei man nur unterdurchschnittlich zuversichtlich im Hinblick auf den Verlauf der kommenden zehn Jahre und man erwarte überdurchschnittlich häufig bereits für die kommenden fünf Jahre Maßnahmen zur Kostensenkung, sei es durch Fusion mit anderen Standorten oder durch Zusammenlegung von Verwaltung. Überdurchschnittlich große Sorgen mache man sich zudem um die Aussichten, die von den allermeisten Ökonomen zeitnah erwartete Rezession unbeschadet überstehen zu können.
Auch sei die Stimmung unter den CBOs regional bemerkenswert unterschiedlich, wobei Pessimismus und entsprechende Planungen eher im Nordosten zu Hause seien. Es heißt: „They [CBOs in the Northeast] are more likely to have had internal discussions about a merger (19 percent versus a national average of 13 percent) and to believe their institution should merge (28 percent versus 16 percent or lower for other regions) or share administrative functions with another college (77 percent versus 65 percent or lower). Colleges and universities in the Midwest see themselves as somewhat less vulnerable than their Northeast counterparts but are generally less bullish than CBOs in the South and West.”
Eine hinsichtlich der kleinen privaten Hochschulen bemerkenswert hohe Zahl sei mit 30% (und bei Baccalaureate Colleges sogar fast 50%) der Anteil der Einrichtungen, die aus ihrem jeweiligen Stiftungsvermögen mehr hätten entnehmen müssen, als es in „normalen” Jahren vorgesehen sei, was üblicherweise ein Zeichen finanziellen Stresses wäre.
Schließlich sei auch die Einschätzung der CBOs hinsichtlich der Fähigkeiten ihrer jeweiligen Einrichtungen pessimistisch, auf etwaige Verschlechterungen der Umstände entsprechend reagieren zu können. Es heißt: „Chief business officers are not overly confident in their institutions’ ability to change course quickly, as some experts on higher education suggest may be increasingly necessary in this time of fast-paced technological change and shifting economic conditions. Only slightly more CBOs agree than disagree (38 percent versus 30 percent) that their college has ‘the right mind-set to respond quickly to needed changes,’ and that they have ’the right tools and processes’ to adapt quickly (35 percent versus 29 percent).”

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Der Bericht enthält zudem Zahlen zu den vermuteten Widerständen innerhalb der Hochschulen gegenüber möglicherweise dringlicher werdenden Anpassungen an veränderte Rahmenbedingungen. Es heißt: „CBOs are most likely to view faculty opposition (54 percent), a desire to maintain the status quo (52 percent) and lack of mission compatibility (48 percent) as significant impediments to merger or consolidation.”
Im Hinblick auf eine mögliche Ausweitung des Portfolios hielten schließlich etwa die Hälfte der Befragten Bildungsangebote für Menschen jenseits des traditionellen Studierendenalters für eine sinnvolle Option und 70% sprächen sich für die Einrichtung von Angeboten mit kleinerer Stückelung (etwa Zertifikate) aus.

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