Das kanadische Academica Forum hat drei Fachleute mit der Frage konfrontiert, was aus ihrer Sicht jeweils Internationalisierung von Hochschulen bedeute.
Der Präsident der McMaster University in Ontario, Patrick Deane, hob zunächst einmal hervor, dass lange Zeit Internationalisierungsstrategien kanadischer Hochschulen auf eine möglichst günstige Positionierung in globalen Rankings und auf die erfolgreiche Rekrutierung zahlungskräftiger Studierender aus dem Ausland beschränkt gewesen sei. Die sei zumindestens für McMaster vorbei: „Once we started thinking about internationalization in a more comprehensive way, that’s when we started building more multilateral international partnerships.” In der Praxis sei es allerdings noch schwierig, bei den Partnerschaften ein geeignetes Gleichgewicht zwischen altruistischen und ökonomischen Motiven zu erreichen. Er schreibt: „You need to find that third way of seeing to uncover all the different types of value these projects can create for both parties.”
Sheldon Levy, Geschäftsführer von NEXT Canada, einem forschungs- und technologieaffinen Accelerator, und ehemaliger Präsident der Ryerson University in Toronto, sieht vor allem global-unternehmerische Lerninhalte im Zentrum von Internationalisierungsstrategien, also Beziehungen zu anderen bedeutenden Weltregionen außerhalb Nordamerikas. Er schreibt: „One of Canada’s biggest needs right now is to have greater trade ties with the rest of the world beyond the US. We need much closer relationships with countries and cultures so that when we create these programs, we’re creating opportunities for learning on both sides of the partnership.” An Ryerson seien zu seiner Zeit die Geschäftsbeziehungen mit Indien intensiviert worden. Es heißt: „Ryerson Futures partnered with the Bombay Stock Exchange in Mumbai, creating opportunities for young entrepreneurs from both Canada and India that they never would have had otherwise. This project also established a permanent Ryerson presence in Mumbai, which has grown the reputation of not only Ryerson University, but all of Canada.”
Darcy Rollins, Direktorin des mit der University of Manitoba als eine Art Studienkolleg zusammenarbeitenden International College of Manitoba, sieht schließlich das Ideal von Internationalisierung in einem funktionierenden Kreislauf von Talent. Sie schreibt: „We wish to develop the talent of students who come to us from those countries to learn in Canada. We help international students get access to education they might not otherwise have. Then you see many of these students going back home after graduation to provide skills and expertise and pass on knowledge.”

Sie finden den Beitrag hier .