Der Chronicle of Higher Education meldet jüngste Zahlen der Modern Language Association (MLA), nach denen in den vergangenen drei Jahren mehr als 650 Bildungsangebote zu Fremdsprachen an US-amerikanischen Hochschulen eingestellt worden seien. Es heißt: „The new data, (…) suggest that it took several years for the full effect of the recession of 2008 to hit foreign-language programs. Higher education, in aggregate, lost just one such program from 2009 to 2013. From 2013 to 2016, it lost 651.” Spanisch, die am weitesten verbreitete Fremdsprache an Hochschulen, habe 118 Programme eingebüßt, Deutsch 86 und Italienisch 56. Es heißt weiter: „Among the 15 most commonly taught languages, only American Sign Language, biblical Hebrew, and Korean saw a net increase in programs.”
Seitens der MLA wolle man zwar noch nicht von einem Trend sprechen oder gar von einer beschleunigten Entwicklung, doch habe man auf der anderen Seite auch Angst vor den kommenden Zahlen der nächsten, auf 2020 terminierten Umfrage bei den Hochschulen.
Eng mit dem Verlust der Angebote verbunden sei das nachlassende Interesse von Studierenden, zwischen 2013 und 2016 um mehr als 9% und seit 2009, also unmittelbar nach der Finanz- und Wirtschaftskrise, um mehr als 15%. Man müsse schon sehr optimistisch sein, hier keinen Trend erkennen zu wollen. Zu den möglichen Gründen der Entwicklung heißt es: „The causes of the decline in enrollments and programs, beyond the economic crunch, remain subject to debate. Some academics point to colleges’ prioritization of STEM programs, or to the long-term effects of colleges’ dropping language requirements. That began happening in the 1970s.”

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