Der Chronicle of Higher Education bringt einen Auszug aus einem mit „The Looming Enrollment Crisis” überschriebenen und mit $149 (für die elektronische Version) ausgepreisten Sonderbericht und schreibt: „As important as demographic forces will be in coming years, colleges must act decisively to control the many things that are within their power.”
Die demografischen Zahlen, wie etwa die der Western Interstate Commission for Higher Education (Wiche), zeigten vor allem für die Regionen des Mittleren Westens und des nördliche Teils der Ostküste seit 2010 einen klaren und sich zum Teil noch beschleunigenden Trend nach unten. Auf der anderen Seite ändere sich – wie etwa eine Studie der Brookings Institution herausgearbeitet habe – die Zusammensetzung der Bevölkerung mit dem Ergebnis: „The nation will become ‘minority white’ in 2045. During that year, whites will comprise 49.7 percent of the population in contrast to 24.6 percent for Hispanics, 13.1 percent for blacks, 7.9 percent for Asians, and 3.8 percent for multiracial populations.” Traditionell auf die Ausbildung von Weißen ausgerichtete Hochschulen, so der Beitrag, bräuchten aber nicht bis 2045 warten, denn in den jüngeren Generationen sei dieser Prozess ja schon weiter fortgeschritten. Ganz im Gegenteil, es wäre sogar sehr ratsam, sich wesentlich zeitnäher auf die sich verändernde Zusammensetzung der Kohorten von Oberschulabsolventen einzustellen und deutlich attraktiver für Studierende zu werden, die derzeit noch „minority” seien.
Die richtigen Schlüsse aus den kaum beeinflussbaren Faktoren zu ziehen, könne helfen, Entwicklungen zu vermeiden, wie man sie zuletzt etwa in Vermont habe beobachten können: „The state that Wiche figures has shed more than one-quarter of its high-school graduates since 2007-8 has now lost a nearly proportionate share of its private colleges. Yes, but these closures reveal something else: A large number of institutions live precariously close to the existential boundary, operating with little margin in the event of even modest enrollment decline. According to an analysis by the consulting company EY-Parthenon, ‘122 institutions exhibit more than four [of a possible eight] risk factors for closing,’ such as deficit spending, debt payments in excess of 10 percent of expenses, and enrollment under 1,000.”

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Ein anderer Beitrag im Chronicle of Higher Education macht darauf aufmerksam, dass es in den USA mittlerweile 36 Mio. Menschen gäbe, die eine Hochschulausbildung angefangen, sie aber nicht zu einem Abschluss gebracht hätten. Unter den Abbrechern gäbe es einen nennenswerten Anteil, den man zur Wiederaufnahme des Studiums bewegen und dann auch zu einem erfolgreichen Abschluss bringen könne. Entsprechende Zahlen habe jetzt das National Student Clearinghouse Research Center (NSCRC) mit dem Hinweis vorgelegt, dass diese Gruppe in Zeiten stagnierender oder gar zurückgehender Zahlen von Studienanfängern ein wichtiger Rekrutierungspool sein könne. Der Beitrag zitiert aus dem Bericht: „Potential completers are the most relevant subgroup for institutions looking to increase enrollments today, as well as for policy makers looking to reach state and national postsecondary-attainment goals tomorrow.”

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