Ein Beitrag des Chronicle of Higher Education zur diesjährigen Konferenz von NAFSA: Association of International Educators stellt einen Bericht in den Mittelpunkt, der deutlich vor den Gefährdungen für die internationale Attraktivität des Studienstandorts USA warnt, die auch von Maßnahmen der US-Bundesregierung ausgingen. Es heißt: „The top reason colleges have cited for declining international-student enrollment is the visa-application process, including delays and denials, according to survey data cited by Nafsa and originally released in November by the Institute of International Education. Eighty-three percent of institutions reported it was a deterrent, a 49-percentage-point increase from 2016, when 34 percent of colleges reported such problems.”

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Der NAFSA-Bericht stellt zum einen den sich mittlerweile auf $39 Mrd. pro Jahr summierenden Eintrag internationaler Studierender in die US-Volkswirtschaft in den Mittelpunkt, zum anderen aber auch den nur schwer zu beziffernden intellektuellen Beitrag, den internationale Studierende mittel- und langfristig in den USA leisteten. Hierzu zitiert der Bericht die Präsidentin der Cornell University, Martha Pollack, mit den Worten: „When we discourage or turn away international students, we lose much more than the students themselves (...) We lose their inventions and innovation, their collaborative input and their contributions to our communities. In time, we will lose our centers of technical excellence, which will, inevitably, migrate to places where every talented contributor is welcome. Ultimately, we will lose not just our status as a global leader, but the very identity that earned it.”
Weltweit sei die Zahl der internationalen Studierenden seit 2001 von 2,1 Mio. auf nun 5 Mio. gewachsen, doch der Marktanteil der USA im gleichen Zeitraum von 28% auf 22% gefallen. Demgegenüber würden die Marktanteile etwa von Kanada und Australien deutlich wachsen und selbst China – immer noch wichtigstes Herkunftsland für internationale Studierende in den USA – bekomme auch als Zielland wachsende Bedeutung. Hierzu heißt es: „In 2014, China surpassed the United Kingdom and the United States as a top destination for international students from Africa – and it continues to draw increasing numbers of students from the African continent.”
Der Rückgang der Zahlen internationaler Studierender in den USA habe zuletzt (zwischen 2016 und 2017) etwa 10% betragen, was die US-Volkswirtschaft rund $5,5 Mrd. und mehr als 40.000 Jobs gekostet habe. Doch müsse man über die direkten Einbußen hinaus auch die ökonomischen Verluste ausgebliebenen internationalen Talents betrachten, das derzeit noch mit dem Optional Practical Training (OPT)-Programm nach Studienabschluss ihren Unternehmergeist zur Entfaltung bringen könne. Es führe zu Innovation und zu insgesamt höheren Einkommen. Internationale Studierende gefährdeten keine bereits vorhandenen Arbeitsplätze, sondern seien ein Treiber von Innovation. Es heißt: „According to a 2018 report from the National Foundation for American Policy, nearly one-quarter of the founders of $1 billion U.S. start-up companies first came to America as international students.”

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