In einem Beitrag für Inside Higher Education warnt der vormalige Präsident des Forum on Education Abroad, Brian Whalen, vor den negativen Auswirkungen des nicht nur die US-amerikanische Politik derzeit dominierenden Nationalismus auf die Internationalisierung der Hochschulbildung des Landes und schreibt: „We are at a watershed moment for international education. The ideals and purposes of crossing national borders for educational advancement are being challenged by a form of nationalism that increasingly is dominating the U.S. and global political landscapes.”
Die Frage, wie man einem gegenüber dem Wert internationaler Erfahrungen skeptischen Publikum Sinn, Zweck und Ideale von Internationalisierung vertreten könne, beantwortet Whalen mit dem Bericht eines Auftritts in Central Pennsylvania, also einer Region der Trump-Parolen „America First” und „Make America Great Again”: „I was prepared for audience members to react negatively to my theme of how important it is for the United States to welcome students and scholars from other countries and to send American students overseas to learn about other cultures and nations.”
Whalen sei am Ende seiner Rede verwundert darüber gewesen, wie viele Menschen im Publikum dann doch Erfahrungen mit internationalen Studierenden oder Auslandsaufenthalten gehabt hätten, Erfahrungen, an die man in einer Ansprache an ein Publikum durchaus anknüpfen könne und solle, vor allem an Orten wie Central Pennsylvania: „Even in rural areas of the United States, people have been touched by the benefits of international education, and they express the profound way it impacts them – just like the outcomes that we see on our campuses.”
Hochschulen müssten nicht nur ihren Studierenden den Wert internationaler Erfahrungen vermitteln, sie müssten auch vielmehr rausgehen an die Orte der Skepsis und dort diejenigen ausfindig machen, die Erfahrungen mit internationalen Studierenden oder Auslandsaufenthalten gemacht hätten, um sie dann in das Argument einer alle Beteiligten bereichernden Internationalisierung einzubinden. Zudem müsse man noch mehr Wert auf die Dokumentation der Erträge legen: „Document the outcomes of international education for not only students, faculty members and higher education institutions but also the local community and region.” (Das Institute for International Education macht dies regelmäßig durch Angabe der Milliardenbeträge, die durch internationale Studierende Jahr für Jahr in die USA fließen.)
Schließlich: „Whenever possible, speak and advocate collectively. This means dovetailing efforts to monitor, advocate and lobby for laws, regulations and policies consistent with international education values. It also means highest level of institutional voices should express the value of international education.”

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Ein anderer, mit „The Importance of Friendships” überschriebener Beitrag widmet sich der Frage, wie Hochschulen auch in einem eher nationalistischen Amerika sicherstellen können, dass sich internationale Studierende wohlfühlten. Der Beitrag beginnt mit der Feststellung: „Collectively international students are America’s ‘golden goose’ with $39 billion in revenue flowing in from more than 1 million foreign students in US educational institutions.” Damit die Gans auch weiterhin ihre golden Eier in den USA lege, gelte es, internationale Studierende entlang der hinlänglich bekannten Prinzipien von Fürsorge, Interesse und Verständnis aufzunehmen und dafür zu sorgen, dass Freundschaften entstehen können. Es gelte in Zeiten zunehmender Konkurrenz um die international mobilen Studierenden dieser Welt: „Our universities have an illustrious history of welcoming the finest students from all over the world. (…) After an explosion in the number of international students over many years, there is a small troubling decline in graduate applications. As other countries woo international students, it’s time to make our campuses more welcome with our diversity and warm friendships.”
 
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