Der Chronicle of Higher Education befasst sich in einem Beitrag mit einer neuen Untersuchung des National Bureau of Economic Research (NBER) zu den Auswirkungen des nun schon seit Jahrzehnten andauernden Rückzugs der öffentlichen Hand aus der Finanzierung öffentlicher Hochschulen in den USA und schreibt: „The decrease in funding has led many public institutions to adopt strategies for endowment growth traditionally associated with private universities. For the more elite public universities, that may undermine certain central goals, like funding general research and providing higher education to in-state students. For others, those strategies are simply out of reach.”
Die Untersuchung bestätigt die bereits seit Jahren zu beobachtende Tendenz, dass Hochschulen in zunehmenden Maße auf Studiengebühren angewiesen seien und sich zwischen selektiveren Forschungshochschulen und dem Rest der öffentlich finanzierten Hochschullandschaft die Kluft noch ausgeweitet habe. Der leicht nachvollziehbare Grund: „Selective research universities enrolled more out-of-state and international students who pay full fare and increased in-state tuitions, moderating impacts on expenditures. Public universities outside the research sector had fewer options to replace stagnating state appropriations, requiring diminished expenditures and increased in-state tuitions.”
In einem Gespräch mit den Autoren der Untersuchung geht der Chronicle auch den Ursachen des nachlassenden Engagements der öffentlichen Hand für Hochschulbildung nach und fragt, ob es eine Folge veränderter Prioritäten oder veränderter politischer Ausrichtungen sei. Ja, dies könne den Schwund zum Teil erklären, aber eben nur zum Teil. Wichtiger und für die Zukunft deutlich pessimistischer stimmend sei eine andere Entwicklung: „In some sense, the old model for funding public higher education in the U.S. is breaking down – that state model that resulted from states feeling they had a vested interest, economically.”
 
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In einem Beitrag der Reihe „Confessions of a Community College Dean” befasst sich Matt Reed, Vice President for Academic Affairs am Holyoke Community College, auf Inside Higher Education mit der Frage, ob öffentlich finanzierte Hochschulen ein besser funktionierendes Business Model oder nicht vielmehr auskömmliche öffentliche Mittel bräuchten. Hochschulen – mit Ausnahme der For-Profits – seien grundsätzlich um die Annahme herum gebaut, dass die Ausbildung subventioniert werden müsse, sei es durch die öffentliche Hand bei den „Öffentlichen” oder eher durch Spenden bzw. Erträge aus Stiftungsvermögen bei den „Privaten”.
Ein Problem mit dem Business Model hätten die Hochschulen aber dennoch, wenn auch nicht jenes, wonach die Ausbildung auch weiterhin auf Subventionen angewiesen bliebe. Das wirkliche Problem läge darin, dass Unterricht lediglich in Zeiteinheiten gemessen und nicht vom Ergebnis her betrachtet werde. Er schreibt: „That’s a business model problem, and a serious one. But it’s not the one that most peo ple assume. The ‘business model’ conversation I’d rather have is around other ways of teaching, learning and proving competency.”

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