Der Council of Graduate Schools (CGS) hat in der vergangenen Woche die jüngsten Zahlen von Graduate-Programmen seiner Mitgliedshochschulen veröffentlicht und damit ein gemischtes Bild vervollständigt, das sich aus einem Zuwachs von 2,2% bei den Bewerbungen, einem Zuwachs von 2,1% bei den Ersteinschreibungen und einem Rückgang bei den Ersteinschreibungen internationaler Studierender von 1,3% zusammensetzt. Die Presseerklärung zitiert CGS-Präsidentin Suzanne Ortega mit den Worten: „The increases in application and first-time enrollment rates for Fall 2018 after last year’s slowdown is encouraging news for graduate education. We’re especially pleased to see increases in first-time enrollment among Latinx (6.8%), Black/African American (3.5%), Asians/Pacific Islander (6.2%), and American Indian/Alaska Native (8.3%) graduate students. However, we do take note of the continued decline in the number of international students pursuing graduate education in the U.S. As we move to an increasingly globalized economy and workforce, domestic students benefit from training alongside international students, who also make important contributions to graduate education and research and the U.S. economy.”

Sie finden die Presseerklärung und dort auch die Zahlen hier .

Ein Beitrag auf Inside Higher Education sieht in den Zahlen einen Ausdruck zunehmend gelingender Bemühungen der CGS-Mitgliedshochschulen, bislang in der Graduate Education noch unterrepräsentierte Bevölkerungsteile besser zu integrieren, und zitiert dazu Hironao Okahana, im CGS zuständig für Research and Policy Analysis, mit den Worten: „Graduate schools are prioritizing recruitment of traditionally underrepresented students and are eager to diversify their programs.” Dies sei für den Moment eine erfreuliche Nachricht, doch müsse man auch weiterhin hart für eine sicherlich noch verbesserungsfähige Integration arbeiten.
Deutlich schlechter (allerdings auf aus deutscher Sicht noch beneidenswert hohem Niveau) sei es derzeit um die internationale Attraktivität der Angebote von CGS-Mitgliedshochschulen bestellt, die in den vergangenen drei Jahren jeweils Rückgänge bei den Einschreibungen internationaler Studierender hätten hinnehmen müssen. Dies schade laut Ortega auf Dauer nicht nur den Erträgen der US-amerikanischen Forschungslandschaft, sondern auch den einheimischen Grad-Students, die nicht mehr in bislang gewohnten Umfang gemeinsam mit internationalen Studierenden ausgebildet und dadurch nicht mehr so gut auf Karrieren in einer zunehmend globalisierten Wirtschaft bzw. Forschung vorbereitet würden.
Mit der Frage, inwieweit die letztgenannte Entwicklung auf dem Deckel der Trump-Administration verbucht werden könne, geht der CGS wie gewohnt ausweichend um. Es heißt: „Asked if the Trump administration’s stance on immigration is playing a role, Okahana said that global student mobility ‘is a complex phenomenon.’ Many factors, such as the economy, workforce needs and availability of graduate education options at home and abroad influence international students’ decisions about where to study. But U.S. ‘policies and politics are certainly a part of the equation,’ and the council continues to monitor both closely.”
Genau im Auge behalten müsse man vor allem auch die Entwicklung im breiten Feld „Engineering”, in dem der Rückgang der Nachfrage aus dem Ausland mit 4,6% im vergangenen und 6,9% in diesem Jahr überdurchschnittlich stark gewesen sei, derzeit aber vom CGS noch als „Volatilität” im Bereich der Master’s-Programme gedeutet würde.
 
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