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Das Weiße Haus initiiert Förderung wissenschaftlicher KI-Anwendungen
Das US-Energieministerium wird im Rahmen der neuen Executive Order (EO) zur Genesis Mission die zentrale Verantwortung für die Bündelung von Datensätzen aus verschiedenen Bundesbehörden sowie für die Bereitstellung der notwendigen Rechenressourcen übernehmen. Die übergeordnete Steuerung und die behördenübergreifende Koordination liegen beim Assistant to the President for Science and Technology, Michael Kratsios, sowie beim Nationalen Rat für Wissenschaft und Technologie.
Die EO sieht mehrere Umsetzungsfristen zwischen 30 und 270 Tagen vor. In diesem Zeitraum sollen relevante Datensätze identifiziert, Cybersicherheitsmaßnahmen entwickelt und erste AI-Fähigkeiten in priorisierten Bereichen demonstriert werden. Zu diesen Schwerpunktbereichen zählen fortschrittliche Fertigung, Biotechnologie, kritische Materialien und Halbleiter.
Die Forschungsinitiativen der Genesis Mission sollen darüber hinaus Daten aus der Privatwirtschaft und von akademischen Partnern einbeziehen. Durch neue Förderprogramme soll die Beteiligung privater Akteure gezielt unterstützt und beschleunigt werden.
Trump sagt Export von Spitzenhalbleitern nach China zu
Laut einer aktuellen Aussage des US-Präsidenten soll der Export bislang streng kontrollierter Spitzenhalbleiter nach China künftig genehmigt werden. Weitere Details sollen vom US-Wirtschaftsministerium veröffentlicht werden; zum Redaktionsschluss lagen jedoch noch keine Informationen vor.
Nach Angaben des Präsidenten sollen 25 Prozent der Erlöse aus diesen Exporten an den US-Staat abgeführt werden. Die angekündigte Lockerung der US-Exportkontrollen stößt in beiden Kammern des Kongresses auf deutliche Kritik seitens der Demokraten.
Weißes Haus will einzelstaatliche KI-Gesetze stoppen
US-Präsident Donald Trump hat per Executive Order angekündigt, dass seine Regierung künftig gegen einzelstaatliche Gesetze vorgehen wird, die die Entwicklung oder Nutzung künstlicher Intelligenz regulieren. Ziel der Administration ist es, einen regulatorischen Flickenteppich im KI-Bereich zu verhindern.
Innerhalb von 90 Tagen soll das US-Wirtschaftsministerium (DOC) die bestehenden KI-Gesetze der Bundesstaaten daraufhin prüfen, ob sie die Entwicklung von KI-Modellen unverhältnismäßig einschränken. Das Justizministerium soll anschließend solche Regelungen vor Gericht anfechten, entweder als verfassungswidrig oder als unvereinbar mit Bundesrecht.
Darüber hinaus stellt das Weiße Haus in Aussicht, Bundesstaaten, die an den beanstandeten Gesetzen festhalten, den Zugang zu Fördergeldern zu kürzen, etwa für Breitbandinfrastruktur oder andere Infrastrukturprojekte.
Gouverneure aus Kalifornien und Florida, aus beiden politischen Lagern, sehen die Executive Order kritisch. Ihrer Ansicht nach haben die Bundesstaaten das Recht, eigene Regeln zu erlassen, solange der US-Kongress kein nationales KI-Gesetz verabschiedet hat. (jm)
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