US-Inflations- und Arbeitslosenraten bleiben stabil
Der Consumer Price Index (CPI) des US-Arbeitsministeriums ist im Vergleich zum Vorjahr 3,5 auf 3,4 Prozent gering fügig zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote bleibt konstant bei 3,9 Prozent. Laut des Bureau of Labor Statistics liegt die US-Arbeitslosenquote seit vergangenem August in einer Spanne zwischen 3,7 und 3,9 Prozent.
Die Inflationsrate und die Zinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve haben großen Einfluss auf die Stimmung im Wahlkampf. Das Weiße Haus unterstrich die verlangsamten Preissteigerungen der vergangenen zwei Jahre, betonte aber auch, dass die Preise für viele Familien immer noch zu hoch seien. Die Bekämpfung der Inflation sei weiterhin Bidens oberste Priorität. US-Republikaner hingegen vergleichen aktuelle Preise mit jenen von vor Bidens Amtszeit und geben seiner Wirtschaftspolitik Schuld an der andauernd hohen Inflationsrate.
Um die Inflation unter Kontrolle zu bringen, hält die Federal Reserve den Zinssatz bei 5,33 Prozent. Viele Investoren warten gespannt auf eine Lockerung der Zinspolitik. Zeichen der Abkühlung auf dem Arbeitsmarkt und eine weitere Verringerung der Inflationsrate werden von den US-Börsen freundlich begrüßt. (jm)
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Biden erhöht Zölle auf chinesische Waren aus strategischen Branchen
Im Anschluss an die vierjährige Überprüfung der Section 301 Zölle auf chinesische Waren durch das Büro der US-Handelsbeauftragten (USTR) kündigte die Biden Administration höhere Zölle auf chinesische Waren aus strategischen Branchen wie Clean-Tech-Güter, Elektrofahrzeuge, Halbleiter sowie Stahl und Aluminium an. Die Zölle betreffen gezielt jene chinesischen Güter, die mit US-Industrien konkurrieren und von der Biden-Regierung gefördert werden. Viele der Zollerhöhungen sind für das Jahr 2024 vorgesehen, einige treten jedoch erst 2025 oder 2026 in Kraft, um eine Überbrückungsphase zu schaffen, die den Ausbau der heimischen Produktion ermöglicht. Die Tariferhöhungen im Clean-Tech-Sektor umfassen Stahl und Aluminium (von 0-7,5% auf 25% im Jahr 2024), Halbleiter (von 25 % auf 50 % bis 2025), Elektrofahrzeuge (von 25 % auf 100 % im Jahr 2024), Solarzellen (von 25 % auf 50 % im Jahr 2024) und bestimmte kritische Mineralien (von Null auf 25% im Jahr 2026). In ihrem Abschlussbericht empfiehlt USTR die Einführung eines Ausschlussverfahrens für Maschinen, mechanische Geräte und elektrische Maschinen, die für die inländische Produktion verwendet werden. USTR schlug außerdem eine Liste mit 19 vorübergehenden Ausnahmen für bestimmte Solaranlagen vor. Der Prozess für öffentliche Kommentare zu den vorgeschlagenen Zolländerungen und den empfohlenen Ausnahmen soll kommende Woche im Federal Register bekanntgegeben werden.
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Antidumping- und Ausgleichszolluntersuchungen auf Solarimporte
Das US-Wirtschaftsministerium (DOC) hat eine Antidumping- und Ausgleichszolluntersuchungen zu kristallinen Silizium-Photovoltaikzellen aus Kambodscha, Malaysia, Thailand und Vietnam angekündigt. Der Antrag an das DOC und an die Internationale Handelskommission der USA (ITC) für die Zölle kam vom American Alliance for Solar Manufacturing Trade Committee, ein Zusammenschluss führender US-Solarhersteller. US-Solarhersteller behaupten, dass illegale Handelspraktiken von Kambodscha, Malaysia, Thailand und Vietnam der US-Solarindustrie schaden würden. Das Hauptaugenmerk der Untersuchung liegt auf den Einfuhren von Unternehmen mit Hauptsitz in China. Vergangenes Jahr hatte das DOC festgestellt, dass chinesische Hersteller die US-Zölle umgehen, indem sie ihre Produkte über die oben genannten Länder versenden. Die Biden-Administration hatte ein im Juni 2024 ablaufendes zweijähriges Moratorium für diese Zölle erlassen mit der Begründung, dass diese Einfuhren zur Deckung der Inlandsnachfrage in den USA erforderlich seien. Dem Antrag zufolge haben die Hersteller mit Hauptsitz in China ihre Lieferketten währenddessen umgestellt, so dass ihre in Südostasien ansässigen Lieferanten nicht mehr gegen die Umgehungsentscheidung verstoßen.
Climate and Trade Task Force: Die Antwort der US-Regierungauf den CBAM der EU
Das Weiße Haus hat eine neue Climate and Trade Task Force angekündigt. Diese soll aus Vertretern verschiedener US-Ministerien bestehen und ein Forum für die US-Regierung sein, um an den Themen Carbon Leakage und Daten-Methodologien für CO2-Intensität von Gütern zu arbeiten. Die Task Force soll auch den Dialog mit Partnern und Verbündeten vertiefen. Der EU-CBAM sowie ähnliche Mechanismen in Großbritannien und Australien wurden in der Ankündigung erwähnt. Der neue Klimabeauftragte der US-Regierung, John Podesta, betonte, die Administration sei offen für Vorschläge im Kongress zu einer US-Version eines Kohlenstoff-Grenzausgleichs oder einer Gebühr für ausländisch verursachte Umweltverschmutzung ähnlich dem europäischen CBAM. Derzeit liegen dem Kongress dazu zwei Vorschläge vor, einer aus demokratischen, der andere aus republikanischen Reihen. Beide Entwürfe ähneln eher einer CO2-Importsteuer als einem Grenzausgleichsmechanismus. Die Ankündigung der Task Force durch das Weiße Haus ist gleichzeitig als Wahlkampfmanöver und als implizite Unterstützung für ein US-Carbon-Leakage-Schutzinstrument zu verstehen. (sh)
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USA setzen auf internationale Normen und Zusammenarbeit mit Partnern bei Cyberdiplomatie
Die neu veröffentlichte internationale Cyberraumstrategie des US-State Department beschreibt die Herausforderungen und Bedrohungen, mit denen die USA und die internationale Gemeinschaft konfrontiert sind, wie Cyberangriffe, konkurrierende Internetnormen und zunehmende Online-Zensur. Die Strategie nennt China als die größte Cyber-Bedrohung für US-Netzwerke und kritisiert autoritäre Regierungen für die Zensur und Überwachung von zivilgesellschaftlichen Online-Aktivitäten. Zu den Aktionspunkten der Strategie gehören der Aufbau eines internationalen Konsenses über Normen für verantwortungsvolles staatliches Verhalten im Cyberspace und die Zusammenarbeit mit Partnerländern bei der Verbesserung ihrer Cybersicherheitsfähigkeiten. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sicherstellung, dass aufkommende Technologien wie Künstliche Intelligenz die individuelle Freiheit und demokratische Werte respektieren. Die USA werden auch eine sichere und widerstandsfähige Infrastruktur für die Informations- und Kommunikationstechnologie fördern. Dafür sind gemeinsame Projekte mit Partnern zur 6G-Forschung, zum Bau von Unterseekabeln und zur Entwicklung offener Funkzugangsnetze geplant.
Raimondo betont Rolle des DOC für ökonomische Sicherheit der USA
US-Wirtschaftsministerin Gina Raimondo betonte bei der Vorstellung des Haushaltsantrags des US-Präsidenten für das Haushaltsjahr 2025 vor dem Haushaltsausschuss des US-Repräsentantenhauses die Rolle ihres Ministeriums beim Schutz der US-Technologie und der industriellen Wettbewerbsfähigkeit. Der Antrag auf 11,4 Milliarden US-Dollar an diskretionären Mitteln und vier Milliarden Dollar an obligatorischen Mitteln beinhaltete eine Aufstockung der Finanzierung zur Durchsetzung der Exportkontrolle durch das Bureau of Industry and Security sowie neue Gelder für die International Trade Administration zur Unterstützung von Maßnahmen zur Überprüfung von Auslandsinvestitionen. Auf die Frage nach der Umsetzung der Exekutivverordnung von Präsident Biden über Auslandsinvestitionen betonte Raimondo, dass hier das US-Finanzministerium die Federführung habe, sie aber davon ausgehe, dass die Regelung bis zum Ende des Kalenderjahres fertig gestellt sei. Der Haushaltsantrag des US-Wirtschaftsministeriums umfasst auch Mittel für die Forschung und Durchsetzung von Künstlicher Intelligenz, für Programme zur Sicherung von Lieferketten und für Handelsförderungsmaßnahmen, die gegen unfaire Handelspraktiken und wirtschaftliche Nötigung durch China gerichtet sind.
Senatoren legen Prioritäten für KI-Politik vor
Eine parteiübergreifende Arbeitsgruppe von Senatoren, geleitet von Mehrheitsführer Sen. Chuck Schumer (D-NY), hat einen Bericht mit mehreren Forderungen für die Entwicklung und Regulierung Künstlicher Intelligenz veröffentlicht. Danach sollten die USA mindestens knapp 32 Mrd. US-Dollar pro Jahr für Forschung und Entwicklung im KI-Bereich ausgeben. Weitere Ressourcen für akademische Forschungs- und Ausbildungsaktivitäten sollen auch durch Bundesgelder finanziert werden, beispielsweise durch das Pilotprojekt National AI Research Resource (NAIRR). Die Arbeitsgruppe forderte auch eine Untersuchung der Auswirkungen von KI-Technologien auf den Arbeitsmarkt und Maßnahmen zur Risikominimierung in Bereichen wie Wahlen, Diskriminierung oder der nationalen Sicherheit. Die Gruppe gab auch ihre Unterstützung für ein Datenschutzgesetz auf Bundesebene bekannt, das mögliche Verletzungen der Privatsphäre durch KI-Technologien verhindern soll. (jm)
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Reform von Genehmigungsverfahren für Hochspannungsleitungen geht ohne Kongress voran
Die US-Energieregulierungskommission FERC, ähnlich der deutschen Bundesnetzagentur, kündigte am Montag eine wesentliche Änderung der Regeln für den Zubau von Hochspannungsleitungen an, um Engpässen zu begegnen und das Stromnetz auszubauen. Derzeit warten große Erneuerbare Energieprojekte auf die Genehmigung eines Netzanschlusses. Die Verordnung (Order 1920) verlangt von den Eigentümern der Übertragungsnetze Entscheidungen über den Bau regionaler Übertragungskapazitäten auf der Grundlage langfristiger, vorausschauender Daten zu treffen. Die Verordnung legt auch neue wirtschaftliche Kriterien fest, anhand derer der Nutzen neuer Übertragungsleitungen für Verbraucher ermittelt wird – ein zentrales Kriterium bei der Entscheidung, wie Kosten für neue Stromleitungen verteilt werden. Außerdem werden die Eigentümer von Übertragungsleitungen verpflichtet, netzverbessernde Technologien in Betracht zu ziehen, was nach Ansicht von Experten die Kapazität des bestehenden Übertragungsnetzes erheblich erweitern könnte. Mit der Verordnung, verabschiedet mit 2:1 Stimmen des Vorsitzenden Willie Phillips und der liberalen Kommissarin Allison Clements, versucht die FERC zu klären, wer für den massiven Netzausbau aufkommen muss, der erforderlich ist, um Joe Bidens Ziele für erneuerbare Energien zu erreichen. Der republikanische Kommissar Mark Christie veröffentlichte eine 77-seitige abweichende Stellungnahme, in der er argumentiert, dass die Kosten für Endverbraucher zu hoch und unfair verteilt seien. Republikanische Kongressabgeordnete schlossen sich der Kritik von Christie an.
Alle drei Kommissare stimmten hingegen einstimmig für eine überarbeitete Regel zur sogenannten Backstop-Befugnis der FERC (Order 1977). Diese befugt die Bundeskommission, statt der Einzelstaaten, Hochspannungsleitungen in Regionen zu genehmigen, die vom Energieministerium als National Interest Electric Transmission Corridors (NIETCs) ausgewiesen werden. Das US-Energieministerium hat jüngst zehn solcher Regionen ausgewiesen. Die FERC kann erst ein Jahr nachdem ein Projektentwickler in einem Bundesstaat den Bau einer Stromleitung beantragt hat eingreifen.
EPA fordert Emissionsreduzierung bei fossilen KWs bis 2032, sonst droht Abschaltung
Die US-Umweltschutzbehörde EPA hat ein Regelverfahren zu Emissionen von US-Kohlekraftwerken und neuen Gaskraftwerken fertiggestellt. Nach dieser Regel müssen Kraftwerke, die nach 2039 noch laufen sollen, ab 2032 90 Prozent ihrer Emissionen mit Hilfe von Technologien wie Kohlenstoffabscheidung und -speicherung reduzieren. Andernfalls müssen sie 2038 vom Netz gehen, eine Maßnahme, die zurzeit rund die Hälfte der circa 215 Kohlekraftwerke in den USA planen. Kraftwerke, die vor 2032 abgeschaltet werden, sind von den neuen Regulierungen ausgenommen. Kraftwerke, die zwischen 2033 und 2039 weiterproduzieren, müssen zu 40 Prozent mit Gas co-feuern. Neue Gaskraftwerke sind von dieser Regelung ebenfalls betroffen. Sonderregelungen existieren für Kraftwerke, die zum Spitzenausgleich genutzt werden. Die EPA kündigte an, die analogen Regelungen für bestehende Gaskraftwerke erst nach 2024 fertigzustellen. Die finale Regelung wird derzeit von verschiedenen Organisationen und von republikanisch-geführten Staaten vor Gericht angefochten. Hauptkritikpunkte sind die Einstufung der EPA von CCS als kommerziell verfügbare Technologie zur Emissionsvermeidung sowie Befürchtungen über Auswirkungen auf die Netzstabilität.
IRA E-Auto-Steuergutschrift lässt teilweise Mineralien aus China zu
Die Biden-Administration hat die finalen Leitlinien für die Steuergutschrift für Elektrofahrzeuge des Inflation Reduction Act fertiggestellt. Die ursprünglich im Dezember vorgeschlagenen Leitlinien stellen klar, welche Zulieferer aus sogenannten „bedenklichen Staaten“ (China, Russland, Iran, Nordkorea) von der Steuergutschrift ausgeschlossen sind und welche E-Auto-Modelle förderberechtigt sind. Die neuen Regeln sehen eine zweijährige Übergangsfrist für das Verbot von schwer rückverfolgbaren Stoffen vor. Im Rahmen dieser Regelung müssen die Automobilhersteller Pläne zur Verlagerung ihrer Lieferketten weg von „bedenklichen“ Unternehmen vorlegen. Automobilhersteller hatten gefordert, dass Graphit unter eine Übergangsfrist fällt, da sonst kein einziges Modell mehr für die Gutschrift in Frage käme. Gegner argumentierten, dass ein solcher Schritt Investitionen in die wachsende Produktion kritischer Mineralien in den USA hemmen würde. Die endgültige Regelung sieht vor, dass Graphit für zwei Jahre im Rahmen der Übergangsregelung ausgenommen wird. Außerdem bestätigen die Leitlinien die Auffassung der Biden-Administration, wonach Abkommen über kritische Mineralien für die Zwecke der Steuergutschrift als formelles Freihandelsabkommen gelten können. Mit einem solchen Abkommen hatte sich zunächst Japan Zugang zur Steuergutschrift für japanische Batterien gesichert. Verhandlungen mit der EU erzielten zuletzt nur wenig Fortschritt. (pm)
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Webinar zum Procurement der Weltbank - Am 4. Juni um 16Uhr MEZ bietet die Delegation of German Industry and Commerce (DGIC) ein Einführungsseminar zum Weltbankbeschaffungsprozess an. an. Das Webinar gibt unter anderem einen Überblick, wie und wo Frühinfomationen abgerufen werden können. Weitere Informationen und den Link zur kostenfreien Anmeldung finden Sie hier.
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Informationen des Representative of German Industry and Trade (RGIT) in Washington, DC
Kontakt:
Tel: (001) 202-659-4777
Die Washington News berichten über aktuelle wirtschafts- und handelspolitische Entwicklungen
in den USA.
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DISCLAIMER
This material is distributed by the Representative of German Industry and Trade (RGIT) on behalf of the Federation of German Industries (BDI) and the Association of German Chambers of Commerce and Industry (DIHK). Additional information is available at the Department of Justice, Washington, DC.
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