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Kongress verhandelt vor möglicher Haushaltsperre
Das US-Repräsentantenhaus hat den Entwurf der republikanischen Führung für eine Haushaltsverlängerung mit parteiübergreifender Opposition (220 zu 202 Stimmen) abgelehnt. Die Finanzierung der meisten US-Bundesbehörden läuft am 30. September aus. Im Kongress wird derzeit zwischen dem republikanisch geführten Repräsentantenhaus und dem von Demokraten geführten Senat über eine Verlängerung des aktuellen Haushalts durch eine so genannte Continuing Resolution verhandelt. Eine Schließung der Regierung (government shutdown) wenige Wochen vor den Wahlen im November findet im Kongress kaum Unterstützung, aber die Haushaltsvorschläge der beiden Parteien liegen weit auseinander.
Die republikanische Führung im Repräsentantenhaus fordert eine sechsmonatige Fortschreibung des laufenden Haushalts gekoppelt mit dem so genannten SAVE Act. Der Gesetzentwurf würde Wähler bei US-Bundeswahlen verpflichten, einen Nachweis ihrer US-Staatsbürgerschaft bei der Wählerregistrierung vorzulegen. Die meisten Demokraten halten den SAVE-Act für unnötig, da der Besitz der US-Staatsbürgerschaft bereits eine Voraussetzung zur Teilnahme an US-Wahlen ist. Sie verlangen hingegen eine vorübergehende Verlängerung des Haushalts bis Mitte Dezember, also nach den Wahlen aber vor der Amtseinführung der nächsten Administration im Januar.
Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat sich für einen Shutdown ausgesprochen, wenn die Verlängerung den SAVE Act nicht beinhaltet. Beide Kongresskammern haben bis zum 30. September Zeit, sich auf einen Gesetzentwurf zu einigen, um eine Haushaltssperre zu verhindern. (jm)
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USTR veröffentlicht endgültige Änderungen an 301-Zöllen gegen China
Die Änderungen im Rahmen des Vierjahresberichts des Büros der US-Handelsbeauftragten (USTR) zu den Section 301-Zöllen gegen China beinhalten neue Sätze und Umsetzungsfristen für Zölle auf Produkte wie Elektrofahrzeuge, Lithiumbatterien, Halbleiter, Permanentmagnete, kritische Mineralien und Solarzellen. USTR erhielt im Mai über 1.100 Kommentare zu ihren Änderungsvorschlägen und kam zu dem Schluss, dass Zollsenkungen oder -befreiungen in den meisten Fällen nicht gerechtfertigt seien, da sich die zugrunde liegenden Bedenken hinsichtlich unfairer Handelspraktiken Chinas, einschließlich Subventionen und erzwungener Technologietransfers, nicht geändert hatten. USTR beschloss, 14 der 19 vorgeschlagenen Zollbefreiungen für Geräte und Anlagen zur Herstellung von Solaranlagen anzunehmen, da China der einzige bedeutende Lieferant von Anlagen zur Herstellung von Wafern und Solarzellen ist.
Weißes Haus kündigt De-minimis-Ausnahmen an
Die neue Regelung sieht vor, dass Sendungen mit Produkten, die unter die Zölle der Sections 232, 301 oder 201 fallen, sich nicht mehr für die De-minimis-Befreiung für Einfuhren in die Vereinigten Staaten in Höhe von 800 US-Dollar qualifizieren. Das Weiße Haus weist darauf hin, dass die Zölle nach Abschnitt 301 für etwa 40 % aller US-Einfuhren aus China gelten, darunter 70 % aller Textileinfuhren. Künftig werden für De-minimis-Sendungen zusätzliche Daten benötigt, darunter die 10-stellige Zolltarifnummer und der Name der beantragenden Person. Die Biden-Administration forderte den Kongress außerdem auf, De-minimis-Reformen zu verabschieden, um De-minimis-Ausnahmen für zollpflichtige Produkte gesetzlich zu verankern.
USTR bittet um Kommentare zur künftigen TTC-Zusammenarbeit
Das Büro der US-Handelsbeauftragten (USTR) hat eine formale Aufforderung zur Einreichung von Stellungnahmen zur künftigen Zusammenarbeit mit der Generaldirektion Handel der Europäischen Kommission (DG TRADE) im Rahmen der Arbeitsgruppe „Globale Handelsherausforderungen“ des Handels- und Technologierates EU-USA (TTC) veröffentlicht. USTR bittet um Beiträge zu der Frage, wie die Zusammenarbeit mit DG TRADE verbessert werden könnte, um gemeinsam gegen nicht-marktwirtschaftliche Praktiken von Drittländern vorzugehen. Weiterhin sammelt USTR Ideen, wie die USA und die EU gemeinsam neue handelspolitische Instrumente schaffen oder bestehende Instrumente effektiver nutzen können, um gegen nicht-marktwirtschaftliche Praktiken vorzugehen. Am 16. September trafen sich Vertreter der EU und der USA, um die Zusammenarbeit im TTC zu besprechen. Stellungnahmen an den USTR sind bis zum 21. Oktober zu übermitteln. (pm)
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US-Repräsentantenhaus verabschiedet Beschränkungen für Biotechnologieunternehmen
Das BIOSECURE-Gesetz wurde vom Repräsentantenhaus mit 306-81 Stimmen im Rahmen der so genannten „China-Woche" im Kongress verabschiedet. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Biotechnologieunternehmen, die „unter der Kontrolle ausländischer Gegner“ (China, Iran, Nordkorea und Russland) stehen, von der Vergabe von Aufträgen durch den US-Bund oder dem Erhalt von Bundesmitteln ausgeschlossen werden. Diese Beschränkungen würden auch für Mutter- und Tochtergesellschaften der betroffenen Biotechnologieunternehmen gelten. In dem Gesetzentwurf werden auch mehrere chinesische Biotechnologiefirmen als „bedenkliche Unternehmen” aufgeführt. US-Bundesbehörden könnten Ausnahmen von den Beschränkungen beantragen, die vom US-Verteidigungsministerium und dem Büro für Verwaltung und Haushalt des Weißen Hauses genehmigt werden müssen und ein Jahr gültig sind.
BIS erlässt neue Exportkontrollen für Quantencomputertechnologie
Das Bureau of Industry and Security (BIS) hat eine vorläufige Regelung veröffentlicht, mit der neue weltweite Ausfuhrkontrollen für Quantencomputertechnologie, Halbleiterfertigungsanlagen und Produkte der additiven Fertigung eingeführt werden. Die neuen Kontrollen wurden in Abstimmung mit mehreren Partnerländern angekündigt. Enge Verbündete und Partner der USA wie Deutschland, Kanada, das Vereinigte Königreich und Australien erhielten Ausnahmen von vielen der neuen Genehmigungsanforderungen, wobei die spezifischen Ausnahmen je nach Land und Artikel variieren. Die vorläufige Regelung tritt sofort in Kraft, obwohl die Lizenzanforderungen für bestimmte Quantenartikel erst ab dem 5. November gültig sind. Das BIS bittet auch die Öffentlichkeit um Stellungnahmen zu den Auswirkungen der neuen Kontrollen. Abgabefrist ist der 5. November.
USTR fordert Konsultationen mit Kanada über Steuer auf digitale Dienstleistungen
Das Büro der US-Handelsbeauftragten (USTR) hat die im Juni eingeführte kanadische Steuer auf digitale Dienstleistungen (DST) in Höhe von drei Prozent als diskriminierend gegenüber US-amerikanischen Unternehmen beanstandet. Dies leitet den ersten Schritt im USMCA-Streitbeilegungsverfahren ein. Wenn die Konsultationen nicht innerhalb von 75 Tagen zu einer Einigung führen, können die USA eine Überprüfung durch ein Streitbeilegungsgremium im Rahmen des USMCA beantragen. Zu den möglichen Abhilfemaßnahmen gehören Zölle. USTR hat bereits Vergeltungszölle gegen einseitige DSTs aus Österreich, dem Vereinigten Königreich, Frankreich, Indien, Italien, Spanien und der Türkei vorbereitet. Sie hat diese Maßnahmen während der laufenden Pillar-1-Verhandlungen für ein Abkommen über die globale Besteuerung ausgesetzt. US-Verbände der digitalen Industrie lobten diesen Schritt und forderten die USTR auf, alle Vergeltungsmaßnahmen, einschließlich der Zölle nach Section 301, beizubehalten. (jm)
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DOE erteilt erste LNG-Exportlizenz seit Gerichtsurteil zu Genehmigungspause
Das US-Energieministerium (DOE) hat die Ausweitung der LNG-Exportdestinationen für ein von New Fortress Energy betriebenes Terminal in Altamira, Mexiko, genehmigt. Zuvor durfte das Terminal nur in Länder liefern, mit denen die USA ein Freihandelsabkommen abgeschlossen haben. Die Genehmigung erlaubt nun für fünf Jahre auch Lieferungen in Länder, mit denen kein Freihandelsabkommen besteht, darunter auch die EU. Laut Politico erklärte ein Sprecher des DOE gegenüber der Presse, die Genehmigung würde „[...] die verfügbaren Exporte in Nicht-FTA-Länder, zu denen auch unsere Verbündeten in Europa gehören, um etwa 3 Prozent erhöhen. Diese Exporte werden für den kommenden Winter verfügbar sein.“ Die Vergabe von Exportlizenzen war durch die Biden-Regierung temporär pausiert worden, wurde allerdings gerichtlich für unrechtmäßig befunden. Die Regierung legte zuletzt Berufung ein. Daten der US Energy Information Administration (eia) prognostizieren, dass sich die nordamerikanische LNG-Exportkapazität bis 2028 verdoppeln wird.
Höhere Zollkontingente für die Einfuhr von Solarzellen
In einer Erklärung des Weißen Hauses wurde das Importkontingent der Section 203-Zölle auf Solarzellen von 5 GW auf 12,5 GW mehr als verdoppelt. Dies soll US-Solarhersteller mit importierten Komponenten entlastet. Auf importierte Solarzellen werden keine Zölle erhoben, bis die Quote beziehungsweise das Kontingent erreicht ist. In der Bekanntmachung heißt es, die erwartete US-Produktion und die damit verbundenen Importe von kristallinen Silizium-Photovoltaik-Zellen (CSPV) seien ausreichend gestiegen, um eine Ausweitung der Kontingente zu rechtfertigen. Die Quotenerhöhung gilt rückwirkend zum 1. August 2024.
Genehmigungsverfahren: langerwarteter überparteilicher Gesetzesentwurf veröffentlicht
Der Ausschuss für Energie und Natürliche Ressourcen im US-Senat hat mit 15:4 Stimmen einen Gesetzesentwurf verabschiedet, der eine Reform der Genehmigungsvorschriften für Energieprojekte vorsieht. Der Vorsitzende, Senator Joe Manchin (I-WV), und das ranghöchste Mitglied der Opposition, Senator John Barrasso (R-WY), hatten über ein Jahr lang an einem parteiübergreifenden Kompromissentwurf gearbeitet. Der Gesetzentwurf sieht eine Reform der Genehmigungsvorschriften mit Prioritäten beider Parteien vor. Zu den Prioritäten der Demokraten gehören eine Vereinfachung des Stellrechts für Übertragungsleitungen und Erneuerbare Energien. Zu den Prioritäten der Republikaner im Gesetzentwurf gehören unter anderem (1) schnellere Genehmigungen und Pachten für die Erschließung von Kohle-, Öl- und Gasvorkommen, (2) eine Ablehnung der von der Biden-Administration verhängten Pause bei LNG-Exportgenehmigungen und (3) eine Begrenzung der Prüfperiode für LNG-Exportprojekte durch das US-Energieministerium auf 90 Tage. Befürworter hoffen auf eine Verabschiedung des Gesetzes in der Sitzungspause des Kongresses nach den Wahlen im November.
Debatte um Implementierung der IRA-Steuergutschriften für E-Autos und Ladeinfrastruktur
Das US-Finanzministerium veröffentlichte eine Implementierungsrichtlinie für die Steuergutschrift 30C für Ladesäulen, einer älteren Förderung, die im Inflation Reduction Act (IRA) ausgeweitet wurde. Sie soll den Ausbau der Ladeinfrastruktur in ländlichen und einkommensschwachen Teilen des Landes beschleunigen. Die Implementierungsrichtlinie würde die Definition förderfähiger Landstriche großzügig auslegen und so zwei Dritteln der USA Zugang zu Förderungen von bis zu 30 Prozent der Kosten verschaffen. Kritik daran kam bereits im Vorfeld von Co-Autor Senator Joe Manchin (I-WV).
Das US-Repräsentantenhaus verabschiedete einen Gesetzesentwurf, der chinesischen Unternehmen jeglichen Zugang zu Steuergutschriften für E-Fahrzeuge verwehren würde. Der Vorschlag würde die Definition der Foreign Entities of Concern ausweiten, mit dem Ziel Lieferkettenabhängigkeiten mit China schneller zu reduzieren. Sieben Demokraten schlossen sich den Republikanern an. Es gilt als unwahrscheinlich, dass der demokratisch-kontrollierte Senat das Gesetz aufnimmt. Auch das Weiße Haus äußerte sich kritisch. (pm)
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Dr. Achim Dercks, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der DIHK, besuchte vergangene Woche Washington und nahm Termine bei zahlreichen US-Behörden und lokalen Think Tanks wahr.
Am Donnerstag veranstaltete RGIT eine Paneldiskussion zum Thema „Investing in Friendship – German FDI in the US” bei der neben Dr. Dercks auch Mark Tomkins, Leiter der AHK Midwest, Unternehmensvertreter und Vertreter regionaler Wirtschaftsförderungsgesellschaften zu Wort kamen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie es den USA gelingt, ausländische Direktinvestitionen erfolgreich anzuziehen und auszubauen. (srs)
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Informationen des Representative of German Industry and Trade (RGIT) in Washington, DC
Kontakt:
Tel: (001) 202-659-4777
Die Washington News berichten über aktuelle wirtschafts- und handelspolitische Entwicklungen
in den USA.
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DISCLAIMER
This material is distributed by the Representative of German Industry and Trade (RGIT) on behalf of the Federation of German Industries (BDI) and the German Chamber of Commerce and Industry (DIHK). Additional information is available at the Department of Justice, Washington, DC.
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